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Biene gelandet auf Zweig mit weißen Blüten

Bienengift in der Kosmetik – was ist dran am Wunderwirkstoff?

Immer häufiger lesen und hören wir von Beautycremes im Antifaltenbereich, die Bienengift, in der Fachsprache Apitoxin, enthalten. Das hört sich gefährlich an, ist es aber nicht.

 „Alles auf der Erde ist giftig, nichts mangelt es an Giftigkeit. Nur die Dosis macht aus einer Substanz ein Gift oder Medizin“ hat bereits Samuel Hahnemann (Begründer der Homöopathie) und vor ihm andere Wissenschaftler geschrieben.

So verhält es sich auch mit Bienengift. Wer kennt das nicht – man läuft über eine schöne Blumenwiese und wird von einer Biene in den Fuß gestochen. Ein sofortiger starker Schmerz setzt ein, der in der Regel auch einige Tage anhält. Allergiker trifft es noch schlimmer – hier kann Bienengift durch einen Stich zu einem allergischen Schock oder zu enorm großen Schwellungen führen.

Warum sollte dieser Stoff also für die Kosmetik verwendet werden? Kurz gesagt: Bienengift kann vieles, was medizinische Produkte können und einiges sogar besser. Als Naturprodukt enthält es keine unerwünschten Begleitstoffe. Aber nun der Reihe nach. 

Die Entstehung des Bienengiftes

Bienen stellen im Laufe ihrer Entwicklung von der Jungbiene bis zur Wächterbiene unterschiedliche Mengen an Gift her. Im Hinterleib der Biene befinden sich zwei schlauchförmige Giftdrüsen die jeweils eine Komponente des Bienengiftes – eine Alkalische und eine Saure – produzieren.  Diese beiden Sekrete werden bei der Erweiterung der Drüsen zur Aufbewahrung in die Giftblase geleitet. Bei Jungbienen ist diese Giftblase fast leer, bei den Wächterbienen ist sie randvoll. Bienengift, eine klare Flüssigkeit, ist das tödlichste Eiweißgift, das wir kennen. Es dient der Biene zur Feindabwehr. Dabei nimmt sie in Kauf, dass sie stirbt. Denn sobald die Biene ihre beiden Stechborsten in die Haut bohrt, bleiben diese aufgrund ihrer feinsten Widerhaken in der weichen Haut des Feindes stecken. Will sie fliehen, wird ihr Hinterleib aus dem Körper gerissen.

Die Gewinnung des Bienengiftes

Für die Kosmetik, insbesondere die Naturkosmetik, kommt einen Bienengiftgewinnung mit „Bienenmord“ nicht in Frage. Wie kommt der Mensch nun an den begehrten Rohstoff? Da die Biene nur sticht, wenn sie sich bedroht fühlt oder gereizt wird, hat man eine schonende Methode entwickelt, sie zum Stechen zu animieren. Dazu werden in oder vor den Bienenstock Glasplatten mit dünnem Vlies aufgestellt. Durch die Glasplatte laufen feine Metallfäden, durch die eine elektrische Strömung geleitet wird. Setzt sich die Biene auf das Glas, lässt man leichten Strom durch die Drähte fließen, die Biene wird gereizt, sticht in das Vlies und gibt ihr Gift auf der Glasplatte ab. Da der Untergrund hart ist, kann sie ihren Stachel wieder einfahren. 

Die Folgen des Bienenstichs

Sticht die Biene in Haut, schwillt diese an, schmerzt, juckt, wird rot und gleichzeitig stark durchblutet. Dieser letzte Punkt ist für die Medizin und Kosmetik interessant. Die Durchblutungsförderung unterstützt die Heilung entzündeter Gelenke und unterstützt das Immunsystem. Dies wird von Medizinern bei der Behandlung von Rheuma, Gelenkerkrankungen und Sportverletzungen eingesetzt. Solche Behandlungen wurden bereits von Hippokrates und Plinius schriftlich erwähnt.

Bienengift – die Alternative zu Botox!

Wie wirkt Bienengift?

Das Besondere am Bienengift ist, dass es weit über 30 unterschiedliche Komponenten, von denen manche synthetisch überhaupt nicht hergestellt werden können, enthält. Davon sind 18 Komponenten biologisch sehr aktiv. Desweiteren enthält Bienengift Peptide (Eiweißstoffe) und Enzyme, welche wiederum andere Wirkstoffe ergänzen und anregen, unsere Hautzellen zu aktivieren. Trifft das Bienengift auf die Haut, lässt es sie denken, sie sei von Melittin (dem Hauptbestandteil des Bienengiftes) getroffen. Sie setzt mit Abwehrmechanismen ein – sprich die Durchblutung in diesen Hautarealen wird angeregt, die Haut steigert die Kollagen- und Elastinproduktion.

Und hier setzt der erwünschte Anti-Aging Effekt ein. Kollagen und Elastin sind zwei Hauptbestandteile unserer Haut die für deren Gewebestärkung bzw. Hautfestigkeit verantwortlich sind. Im Laufe des Lebens verlieren Kollagen und Elastin ihre Produktivität und die Haut ist weniger elastisch, straff und gefestigt. Dem wird durch das Apitoxin (Bienengift) entgegen gewirkt.

Auch Kate Middleton schwört auf Bienengift

Ein weiterer Effekt ist, dass Melittin sich in die Zellmembran setzt und Kanäle öffnet, durch diese auch weitere Wirkstoffe der Pflegeprodukte besser in die Haut einziehen können. Die Haut erhält ein glatteres, entspannteres Aussehen und wirkt gefestigt. Durch diese Eigenschaft nennt man Bienengift auch schon „Alternative zu Botox“.  Auf Cremes mit Bienengift schwört beispielsweise die Herzogin von Kent und Kate Middleton.

Für Ihr Institut  kann der Einsatz von Produkten mit Bienengift interessant sein. Es gibt Cremes und Seren mit Bienengift, die je nach Leichtigkeit auch mit Ultraschall eingearbeitet werden könne. Oder Sie verwenden Vliesmasken, die mit einem Cocktail aus Wirkstoffen und Bienengift getränkt sind. Mit dieser können Sie ihre Kundin 15 bis 20 Minuten ruhen lassen und das Bienengift mit Ihrer Massagecreme weiter in die Haut massieren. Dieser Naturwirkstoff hat sicherlich großes Potential und bietet eine Alternative zu allen künstlich hergestellten Antifaltenstoffen.

Die Bee Venom Vliesmaske von Living Nature aus biologischer Baumwolle ist mit 100 % reinem neuseeländischen Manukahonig und Bienengift getränkt – ein natürlicher Botox-Ersatz.

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